Besenrein : Ruth Niehoff
 
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Die Arbeit „Besenrein“ zeigt leer stehende Wohnräume. Einige Wohnungen sind gerade erst verlassen worden, andere stehen schon längere Zeit leer. Aber in allen haben Menschen gelebt, und haben nach ihrem Auszug Spuren zurückgelassen.
Auch wenn einst bewohnte Räume auf den ersten Blick leer erscheinen, entdeckt man bei genauerer Betrachtung immer mehr Hinweise und Zeichen, die von früheren Bewohnern erzählen.
Tapeten blättern von den Wänden, es sind Löcher von Schrauben oder Nägeln zu sehen, mit denen einst etwas an der Wand befestigt war. Einige Möbelstücke waren wohl zu schwer oder zu gut an der Wand verschraubt, um sie bei einer lange zurück liegenden Renovierung beiseite zu räumen: es wurde einfach um sie herum gestrichen oder tapeziert.Auch scheint der Auszug gelegentlich dazu genutzt worden zu sein, sich von Dingen zu trennen, für die in der neuen Wohnung kein Platz mehr ist – die Vorhänge aus den 70er Jahren, ein Stuhl, der vor Jahren schon zum Speermüll sollte.
Die Wände um Lichtschalter oder Steckdosen weisen darauf hin, dass die suchende Hand tausende Male daneben gegriffen hat, bevor sie ihr Ziel fand, die Wärme der Glühbirnen in Deckenleuchten oder Wandstrahlern haben in stundenlanger Arbeit ihre direkte Umgebung geschwärzt.
All dies zeigt, dass die Menschen viel Zeit in ihrer Wohnung verbracht haben und durch das andauernde Leben in den Räumen diesen ihren ganz persönlichen Stempel aufgedrückt haben - sie haben sich dadurch ihr Wohnumfeld zu Eigen gemacht. Etwas vom Charakter, der Persönlichkeit, den Eigenarten der früheren Bewohner ist auch jetzt noch erkennbar, auch wenn es eventuell schon Jahre her ist, dass sie die Räume betreten haben.